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Erklärung zur Autorenschaft

Aufgrund eines technischen Problems wird bei allen Beiträge Jörg Reiners als Autor genannt. Das ist nicht korrekt. Beiträge, die vor dem 12.02.2018 verfasst worden sind, stammen in der Regel von Francesco Müller. Wir arbeiten daran, diese Störung zu beseitigen.  

Laizismus in der LINKEN

1. DIE LINKE war die erste in einem Bundes-/Landesparlament vertretene Partei die "Arbeitskreise" zum Thema Laizismus vollständig mit ...allen Satzungsrechten/-pflichten anerkannt hat.
In unserer Partei nenne wir diesen Arbeitskreis "Bundesarbeitsgemeinschaft, kurz BAG", der vollständige Name lautet BAG Laizismus.

2. DIE LINKE. Bayern gründete bereits 2009 den ersten "Arbeitskreis" auf Landesebene zum Thema Laizismus, anerkannt als Landesarbeitsgemeinschaft LAG Laizismus Bayern im gleichen Jahr.

3. Die BAG Laizismus besteht aus folgenden Zusammenschlüssen:
- LAG Laizismus Bayern
- LAG Laizismus Thüringen
- LAG Laizismus NRW
- LAG Laizismus Hessen
- LAG Laizismus BaWü
- LAG Laizismus RLP
- LAG Laizismus NDS
- LAG Laizismus SWH
(chronologisch nach Gründung)

und in Gründung befindlich (Gründungsversammlung noch ausstehend oder Anerkennung durch Landesverband noch nicht erfolgt):

- LAG Laizismus Hamburg
- LAG Laizismus Berlin
- LAG Laizismus Mecklenburg-Vorpommern

4. Die BAG Laizismus hat mit Stand heute (13.11.2016) 587 Mitglieder und gehört somit zu den Top-5 der BAG's in der Partei DIE LINKE.

5. Wir arbeiten - über die BAG oder landesspezifische LAG's - mit zahlreichen NGOs und Verbänden eng zusammen, z.B. Giordano Bruno Stiftung, Freidenker, HVD, Bund für Geistesfreiheit, sowie vielen lokalen/regionalen Initiativen zum Thema Laizismus.
In Bayern arbeiten wir thematisch auch mit der KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) zusammen, diese Zusammenarbeit diskutieren wir gerade auf das gesamte Bundesgebiet auszubauen.

Die BAG Laizismus hat ihren Forderungskatalog nahezu unverändert am Bundesparteitag in Dresden ins Bundestagswahlprogramm 2013 einbringen können und wir sind zuversichtlich, dass entsprechende programmatische Eckpunkte auch beim Programmparteitag 2017 eingebracht werden können.

"Arbeitskreise" zum Laizismus gibt es auch bei der SPD und den Grünen (übrigens gibt es so etwas auch bei den Piraten und neuerdings in Vorbereitung bei der NRW-CDU).
Den ersten und auch größten bundesweiten Zusammenschluss hat jedoch DIE LINKE.

Bodo Ramelow, Ministerpräsident unserer Partei in Thüringen, gehört sicherlich nicht zu den Verfechtern des Laizismus generell, was aber kein Hinderungsgrund ist, dass wir nicht thematisch (über die BAG und LAG in Thüringen) auch mit ihm zusammen arbeiten bzw. entsprechende Unterstützung durch ihn erfahren.

In Bayern und fünf weiteren Bundesländern gibt es auch eine LAG ChristInnen. Hier lohnt sich ein Blick in deren Grundsatzprogramm, denn es handelt sich dabei keinesfalls um klerikal geprägte Arbeitskreise, sondern um auf der Kernbotschaft "ein guter Christ KANN nur DIE LINKE wählen" arbeitende thematische Zusammenschlüsse (LAG).

Die LAG Laizismus Bayern und die LAG ChristInnen Bayern sind bisher beim Münchner Event "Streetlife, Corso Leopold" zweimal jährlich mit eigenen Ständen direkt nebeneinander aufgetreten und haben schon ob des optischen (scheinbaren) Widerspruchs große Aufmerksamkeit erfahren.
Thematisch arbeiten die LAGen Laizismus/ChristInnen in allen Landesverbänden sehr gut zusammen.

Auf dem Bundesparteitag 2016 DIE LINKE in Magdeburg hatte die BAG Laizismus - wie jedes Jahr - einen eigenen Stand.

Ralf Michalowsky (Landesvorsitzender DIE LINKE. NRW) und Rainer M. Lindner (LAG-Sprecher - Bayern) - als die beiden Sprecher im Vorstand der BAG - stehen euch gerne für ein Gespräch zur Verfügung.

DIE LINKE. NRW: LaizistInnen organisieren sich in Landesarbeitsgemeinschaft

Das Grundsatzprogramm der LINKEN bekennt sich ebenso zur Religionsfreiheit wie zur Trennung der Kirche vom Staat. Gerade letzteres ist zwar in Deutschland gesetzlich festgeschrieben, angesichts der Privilegierung und der umfassenden staatlichen Finanzierung der besonders beiden christlichen Großkirchen - vorsichtig gesagt - nicht konsequent umgesetzt.

Um dieser Forderung mehr Nachdruck zu verleihen, organisieren sich jetzt nordrhein-westfälische KirchenkritikerInnen in und außerhalb unserer Partei in der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Laizismus.  Damit wäre NRW nach Bayern und Thüringen das dritte Bundesland mit einer LAG.

Initiator der Gruppe ist der ehemalige kirchenpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Ralf Michalowsky, der dieses Feld bereits seit einiger Zeit umtriebig bearbeitet. Ihn stört besonders, wie viel Geld die Kirche vom Steuerzahler bekommt und die teilweise absurden und nicht nachvollziehbaren Erklärungen dazu. „Da geht jedes Jahr fast eine halbe Milliarde Euro Steuern an die Kirche aufgrund von Verträgen aus Napoleons Zeiten. Und warum die üppigen Bischofsgehälter von der Allgemeinheit und nicht aus dem Kirchenvermögen bezahlt werden, konnte mir auch noch niemand erklären“, so der frühere Abgeordnete. Und Steuern zahlen bekanntlich auch die, die nicht Mitglied der Kirche sind. Für Michalowsky ist der Laizismus daher nur konsequent, auch weil die Trennung von Kirche und Staat bereits grundgesetzlich verankert ist.

Diese Arbeit trägt Früchte: Die Presse spricht ihn inzwischen oft gezielt in Fragen zur Kirchen an.

Der Weg ist jedoch lang. Die Kirchen haben den Laizisten einige Jahrhunderte Lobbyarbeit voraus. Im Gegensatz zum versprengten Haufen ihrer Kritiker ist sie hervorragend organisiert.

Der erste Schritt ist getan. Was als Facebook-Gruppe  vor drei Monaten begann, nahm schnell Konturen an. Mit tatkräftiger Unterstützung der bereits organisierten GenossInnen aus den anderen Bundesländern wurde kurz darauf eine Mitgliedschaftserklärung "LAG Laizismus" auf Facebook (Gruppe) ins Netz gestellt, die bereits 116 (16.05.2012) von Interessierten ausgefüllt an Ralf Michalowsky zurückgesendet hat, darunter auch einige, die der Partei DIE LINKE nicht angehören. Um eine offizielle Landesarbeitsgemeinschaft zu gründen, werden mindestens 121 Mitglieder benötigt. In der Facebookgruppe diskutieren derzeit 327 TeilnehmerInnen. Das Interesse am Thema ist wenig verwunderlich, da in Nordrhein-Westfalen jeder vierte Bürger keiner Religionsgemeinschaft angehört.

Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass die laizistische LAG nur für Atheisten, Agnostiker und ähnliche „Ungläubige“ offen ist. Auch bekennende ChristInnen, die sich eine unabhängige und staatsferne Kirche wünschen, sind herzlich willkommen. In anderen Bundesländern gibt es bereits eine Zusammenarbeit mit den Gläubigen.

Und anders als die Mitgliedschaft in der Kirche ist die in Landesarbeitsgemeinschaft selbstverständlich kostenlos.

Die Mitgliedschaftserklärung steht oben rechts auf dieser Seite zum Download.